Architektur von Menschen ist uns allen wohl bekannt. Die Baukunst der Tiere jedoch bleibt meist unbeachtet,
obwohl sie schon Nester, Dämme und Hütten gebaut haben, als wir noch in Höhlen hausten. Vom winzigen
Nest eines Kolibris bis zu den größten von Tieren geschaffenen Bauwerken, den Korallenriffen, gibt es
Konstruktionen, die den Menschen bis heute in Erstaunen versetzen.

Über einen Zeitraum von zwei Jahren reist der renommierte Naturfotograf Ingo Arndt für seine Bilder rund um den Globus. Dabei fotografiert er die bis zu zwei Meter hohen Hügel der winzigen Waldameisen in heimischen Wäldern ebenso wie die bunt geschmückten Balz-Arenen der Laubenvögel in West-Papua, zeigt riesige Biberdämme in Nordamerika, oder bisher unbekannte Termitenfelder in Australien.

Im Mittelpunkt seiner Fotografie stehen die Bauwerke mit ihrer außergewöhnlichen Architektur und ihrer bestechenden Ästhetik. Neben den Behausungen werden die unterschiedlichen Tierarten, die Erbauer gezeigt. Ergänzt werden die Motive aus der freien Wildbahn durch ausgewählte Studioaufnahmen. Hier zeigt Arndt in der Reduktion das Wesentliche, eröffnet mit Detailansichten eine Welt, die sonst im Verborgenen bliebe – die Komplexität eines Wespenbaus, das gewundene Innere eines Nautilus oder das kunstvolle Grasgeflecht eines Zwergmausnests.

Neben dem hohen Maß an Bildästhetik kann dieses Thema auch mit Wissenswertem aus der Biologie aufwarten
und hält viele spannende Geschichten über Tierarchitekten, die von Ihnen angewandten Bauprinzipien und
Tricks bereit. Wussten Sie beispielsweise, dass Spinnen beim Bau ihres Netzes genetisch festgelegten Bauplänen
folgen? Oder Kompass-Termiten Ihre Erdhügel exakt nach dem Sonnenstand ausrichten? Und damit nicht
genug: durch die spezielle Anordnung der Wohnkammern verfügen diese sogar über eine Art Klimaanlage.
Und Türkentauben sind so anpassungsfähig, dass sie Draht beim Nestbau verarbeiten.
Diese und viele andere Überraschungen hält die Ausstellung bereit.

Homepage des Museums am Schölerberg
Facebookveranstaltung

25.09., 19.30 Uhr Eröffnung der Ausstellung
26.09. bis 30.12.
Museum am Schölerberg, Klaus-Strick-Weg 10
Öffnungszeiten:
Montag: geschlossen, Dienstag: 9-20 Uhr, Mittwoch bis Freitag: 9-18 Uhr, Samstag: 14–18 Uhr, Sonntag: 10–18 Uhr
Der Eintritt zur Ausstellung ist im regulären Museumseintritt enthalten.
Erw.: 5€, ermäßigte und Erw. mit Kindern: 3€, Kinder frei, barrierefrei
Ansprechpartner: info@museum-am-schoelerberg.de, 0541 56003-0

 

Fotos: ©Ingo Arndt/www.ingoarndt.com